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Ohne Hund ist alles doof!

ACHTUNG! ACHTUNG! Es folgen Fotos mit hohem Niedlichkeitsfaktor; wer diesem Zuckerpensum nicht standhält, sollte also lieber woanders schmökern….

Pünktlich zum  „Nimm deinen Hund mit zur Arbeit – Tag“  möchte ich heute mal meinen Senf dazu geben. Ich muss zugeben, ich bin ein absoluter Fan dieser kuriosen Feiertage; die meisten sind total bekloppt und vollkommen sinnfrei – aber witzig. Und an manchen solcher Tage wird der Name eben auch zum Programm. An meinem Geburtstag z.B. ist der „Tag des Pfützenspringens“ – warum eigentlich nicht 🙂 .

 

Zurück zum Thema: Seit gut acht Jahren, ganz kurz nach dem schmerzlichen Verlust gleich zweier Hündinnen kurz hintereinander, kam Emma zu uns ins Haus. Emma (manchmal auch Emmchen oder Emmi genannt) ist ein schwarzer Labrador-Bordercollie Mischling mit einem weißen Pfötchen und einem entzückenden weißen Herzchen auf der Brust und…. der liebste Hund der Welt !

Hunde sind ja übrigens reine Wahrnehmungsgenies: sie hören und riechen besser als wir und sie beobachten auch genauer. Unsere Hündin verbringt nun also sehr viel Zeit damit, uns zu beobachten; du denkst, sie schläft, da blinzelt sie doch mit einem Auge hinter dir her.

Daher erkennt sie auch kleinste Abweichungen unseres normalen Alltagsverhaltens. Ob das ein vielleicht etwas schnellerer Schritt durchs Haus ist oder eine etwas veränderte Stimmfärbung, Hunde -die meisten zumindest und Emma ganz besonders- vergleichen diese Abweichung mit früher wahrgenommenen Abweichungen und wissen scheinbar manchmal eher, was Sache ist, als du selbst. Beispielsweise legt sich unser Hund immer demonstrativ in den Weg, bevor es in den Urlaub geht. Und das, bevor überhaupt auch nur ein Koffer vom Boden geholt- oder sonst irgendetwas zusammen gepackt wurde. Tage vorher signalisiert sie: ich komme mit, das ist ja wohl klar!
Ok, Hunde sind Gewohnheitstiere und  sie haben ja eigentlich auch den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als sich vor Überraschungen (die sie nicht wirklich lieben) zu schützen. Da sie uns bedingungslos ausgeliefert sind und grundsätzlich nicht zu selbstständigem Handeln neigen, versucht sich auch unser Hund vor Unvorhergesehenem zu schützen. Also ich bringe es jetzt mal auf den Punkt: mein Hund liest mich!  Ja ja, ich beobachte sie auch, aber sie kann es besser. Z.B. habe ich festgestellt, dass Hunde, ähnlich wie Menschen, aus Sympathie mit gähnen oder seufzen. Ich nenne es gerne auch Empathieseufzen – vorzugsweise in den Abendstunden.
Nach diesem kleinen Exkurs in die Hundeverhaltensforschung alla Christiane, ist es überflüssig zu erwähnen, dass Emma heute schon eher wusste als ich, dass ich sie mit in die Musikschule nehme – klare Sache, sie legte sich bereits eine Stunde vor Aufbruchstimmung dekorativ weit ausgebreitet so in den Flur, dass ich einfach nicht mehr übersehen konnte, was ich bestimmt schon seit gestern wusste: heute ist „Nimm deinen Hund mit zur Arbeit – Tag“!

Warum ist eigentlich ohne Hund alles doof?

Es gibt Hundemenschen und es gibt Katzenmenschen, manche lieben Pferde, wieder andere brauchen kleinere Tiere zum glücklich sein. Fest steht, ich gehöre zu den Hundeabhängigen! Für mich ist der Hund eine Bereicherung, natürlich auch für Körper, Gesundheit und soziales Leben, aber vor allem für meine Seele!



 

Hunde haben Charakter !

Hier mal ein kleiner Fragenkatalog, an dem du erkennen kannst, ob du auch zur Kategorie der Hundeabhängigen gehörst:

  • kennst du den Namen des Hundes besser als den des Halters?
  • meidest du Ladengeschäfte und Restaurants mit dem Aushang „ich muss draußen bleiben“?
  • findest du in all deinen Hosen- und Jackentaschen Hundekekse und Bälle?
  • besteht deine Post größtenteils aus Katalogen für Hundefutter und Outdoorbekleidung?
  • musst du erst die Hundedecken und Haare aus dem Auto entfernen, bevor du jemanden mitnehmen kannst?

Emmchens Kollektion und Frauchens Equipment


Falls du nun also auch  zu der Kategorie „hundeverrückt“ gehörst und dir überlegst, dir einen Labrador (Mischling) anzuschaffen, eine kurze „Rassebeschreibung“:

  • Labradore bekommen nie genug Futter!
  • Labradore folgen dir bedingungslos,  es sei denn, jemand anderes hat etwas Essbares in der Hand und geht in die andere Richtung!
  • Labradore sabbern nicht ein bisschen! Labradore sabbern immens viel!
  • Außerdem beherrschen sie die Kunst, die Umgebung ihres Wassernapfes zentimeterhoch unter Wasser zu setzen!
  • Labradore haben eine andere Vorstellung von „wohlriechend“ als ihr Alphatier!
  • Labradore schätzen Ansprache und Aufmerksamkeit. Darum stupsen sie gerne mit der Nase unter deinen Arm (vorzugsweise, wenn du gerade isst oder trinkst)!

Unsere Hunde sind übrigens seit drei Jahrzehnten immer schwarz; ich stehe auf schwarze Hunde. Natürlich gibt es auch dafür Gründe:

ein schwarzer Hund passt zu jedem Outfit und ist auch bei feierlichen Anlässen immer vorzeigbar

ein schwarzer Hund lässt sich mit den unterschiedlichsten Farben dekorieren

außerdem läßt er sich im Sand schnell ausfindig machen

….. und auch im Wasser


Trotz meines hundeverliebten Geschreibsels – oder gerade deswegen- möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, dass ein Hund bei uns immer Hund sein darf, art- und rassegerecht gefordert wird und ganz bestimmt nicht zur Kategorie „Schoßhund“ gehört. Ebenso verabscheue ich  Gewalt in der Hundeerziehung – da hat sich im Vergleich zu früher glücklicherweise viel geändert; viele Hundeschulen sehen mittlerweile ihre Aufgabe darin, Halter und Hund zum Team zu machen.
Hier ein Beispiel einer vorbildlichen Hundeschule in unserem Städtchen:  Hundeschule Sabine Weishaupt

 

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“ Antoine de Saint-Exupery

 

Herzlichst
eure Christiane

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