Ewigkeit Tier-lichkeiten

Elefantenliebe

Grundsätzlich bin ich kein großer Zoo-Fan; eigentlich erinnere ich mich nicht mal mehr daran, wann ich überhaupt das letzte Mal im Zoo war. Aber meiner Liebe zu Tieren war ich mir bereits sehr früh bewusst, vor allem zu Elefanten und Delfinen! Während meine Schulfreundinnen Pony, Meerschweinchen und Golden Retriever-Welpe in die Freundschaftsbücher schrieben, war meine Dickhäuterliebe längst geboren.  Wenn andere sich sehnlichst Ferien auf dem Ponyhof wünschten, wollte ich schon immer ins Elefantenwaisenhaus nach Sri Lanka reisen. Auch wenn dann irgendwann der Labrador einen Großraum meiner Tierliebe für sich erobert hat (den kann man nun mal besser als Hautier halten 😉 ), rangiert der Elefant, vor allem der indische Elefant, in meiner Gunst immernoch ganz weit oben.

Meine Freundin hatte Eintrittskarten für den Zoo zum Geburtstag geschenkt bekommen und wollte mich gerne mitnehmen. Also machten wir uns am letzten Feriensonntag bei schönstem Spätsommerwetter auf in den „Erlebniszoo Hannover“. Nein, wir hatten uns vorher wegen der Vor- und Nachteile der Zootierhalung nicht in die Wolle gekriegt. Die Kehrseite der Zurschaustellung  ist uns beiden bewusst. Trotzdem haben wir uns auf den Tag gefreut und an meinem Faible für die sanften Riesen änderte es auch nichts.


   

Wen wundert es da, dass wir an diesem Tag eine wirklich sehr lange Zeit vor dem Elefantengehege verbrachten und in schwärmerischer Endlosknipserei die Turnübungen der Elefantenbabys festhielten. Wenn ich hier wenig Bilder der Mutter – und Tantentiere zeige, dann liegt das ganz einfach daran, dass wir kaum welche gemacht haben. Die vielen Jungtiere hatten unser Herz im Nu erobert und weg schauen war einfach unmöglich.


Alles eine Frage der Atemtechnik!

man achte auf den Rüssel…. was er wohl sucht?

abhängen

Sanddusche zum Schutz vor Ungeziefer

Die asiatischen Elefanten sind dafür bekannt, dass sie sich gegenseitig trösten. Das zeigen sie, idem sie den Artgenossen berühren, oder ihm sogar den Rüssel ins Maul stecken. Ein Äquivalent zum Händeschlag beim Menschen.

Rasen mähen

Graziöses Wesen auf leisen Füßen

Zugegeben, an manchen Gehegen konnte ich mich überhaupt nicht erfreuen (davon gibt es auch keine Bilder). Da lagen apathische Tiere herum, mit viel zu wenig Platz und Beschäftigung. Da hilft auch das Argument nicht, dass es für Kinder wichtig sei, exotische Tiere einmal „hautnah“ zu erleben. An diesem Tag machten die Kindergartenkinder im Zoo ca. 60% der Besucher aus. Da ich eher der Typ bin „erstmal ankommen und auf mich wirken lassen“, verbrachte ich vor jedem Gehege mindestens fünf Minuten, in denen ich die Menschen beobachtete, bevor ich hinter den „Zaun“ blickte. Was mir auffiel, waren Horden, die einfach nur vorbeiströmten, teilweise ohne wirkliches Interesse.  Auf der anderen Seite Kinder, die ohne jeden Respekt unaufhörlich an Gehegescheiben hämmerten, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu erregen; zerquetschte Bananen an der Gehege-Glasfront der Schimpansen halfen da aber auch nichts. Die Elefanten wurden teilweise mit Sand beschmissen – es war ja auch ein tiefer Graben zwischen Besucher und Tier, -Gott sei Dank! Viele Fragen, die mit „Mama, warum….“ anfingen, fanden keine Antwort… schade, man hätte sich doch an den großen Tafeln informieren können. Okay, es gab auch Gegenbeispiele. Hm…., trotzdem setzte das eine lange Gedankenkette bei mir in Gang und beschäftigt mich bis heute…..

I love you baby ♬

 

„Elefanten sind fast wie Menschen: Meistens denken sie nur ans Essen, Süßigkeiten und ein kühles Bad. Sie gehen lange in die Schule und werden mit sechzig in Rente geschickt!“
Indischer Elefantenführer

 

Alles Liebe
eure Christiane

 

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