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Was bringt der Januar?

Vor allem: Regen!

Zum Fotografieren eher schlechte Voraussetzungen…

Blick aus der Terassentür

Ich hatte mir fest vorgenommen, in diesem Monat einmal wieder ein paar Fotos von unserer Emma zu machen. Sie ist fast auf den Tag genau neun Jahre bei uns. Die Zeit vergeht so schnell und man merkt ihr ihr Alter deutlich an. Ich wünsche mir noch soooo viel Zeit mit ihr!

Gestern war das Wetter einigermaßen „nett“ und mein Vorhaben sollte im Garten in die Tat umgesetzt werden. Also Terassentür auf und raus ins Licht. Die erste Überraschung, die ich dort vorfand, waren Rosen im Januar. Der Rosenbusch steckt noch voller weiterer Knospen – vollkommen unnormal, aber eine kleine Freude in trüben Tagen!

Und dann gab es noch dieses eigenartig „rupfende“ Geräusch hinter unserer Hecke….?
Ein Vlothoer Schäfer hatte eine große Herde direkt auf die Wiese hinter unserem Garten gestellt. Es hatte etwas sehr beruhigendes, die Tiere zu beobachten und – im Gegensatz zu unserem Hund – waren sie alles andere als kamerascheu.

 

Wer gerne Fotos von seinen Tieren macht, weiß, dass Tierfotografie zu einer großen Herausforderung werden kann. Irgendwas ist doch immer: entweder der Hund sabbert oder er bewegt sich zu schnell oder schaut ständig weg ….. Und Emma ist so eine Kandidatin, die sich grundsätzlich wegdreht, wenn ich die Knipskiste vorm Auge habe. Es gab also leider keine große Ausbeute, dafür aber authentisch 😉

Emma

Neulich entdeckte ich einen so schönen Text, den ich hier für alle Hundefreunde direkt einkopieren möchte. Wahre und wundervolle Worte eines großen deutschen Schriftstellers:

Nur ein Hund?

Von Zeit zu Zeit sagen Leute zu mir „wach auf, es ist nur ein Hund!“ – sie verstehen nicht, warum man diese Wege zurücklegt, so viel Zeit und Gefühle investiert, oder die Kosten auf sich nimmt, die „nur ein Hund“ mit sich bringt. Manche meiner stolzesten Momente verdanke ich „nur einem Hund.“
Viele Stunden sind vergangen in denen meine einzige Gesellschaft „nur ein Hund“ war, aber ich fühlte mich nicht ein einziges Mal missachtet oder allein. Einer meiner traurigsten Momente wurden durch „nur einen Hund“ hervorgerufen und an dunklen Tagen war es „nur ein Hund“, dessen freundliche Berührung mir Wohlbefinden und die Stärke, um den Tag zu überstehen, brachte.
Falls du auch denkst, es ist „nur ein Hund“, dann wirst du vermutlich auch Sätze kennen, wie „nur ein Freund“, „nur ein Sonnenaufgang“ oder „nur ein Versprechen“.
Es ist „nur ein Hund“, welcher das wesentliche aus Freundschaft, Vertrauen und purer unverfälschter Freude in mein Leben bringt.
„Nur ein Hund“ ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen macht.
„Nur ein Hund“ bringt mich dazu früh aufzustehen, lange Spaziergänge zu machen und sehnsüchtig in die Zukunft zu blicken.
Deswegen ist es für mich und den Menschen wie ich es bin eben nicht „nur ein Hund“, sondern eine Verkörperung aller Hoffnungen und Träume für die Zukunft, geliebte Erinnerungen und der pure Genuss der Gegenwart.
„Nur ein Hund“ zeigt was gut an mir ist und lenkt meine Gedanken ab. Ich hoffe die anderen Menschen können eines Tages verstehen, dass es nicht „nur ein Hund“ ist, sondern etwas, dass mir Menschlichkeit verleiht und mich zu mehr macht als nur „ein Mensch“.

Also wenn du das nächste Mal den Satz „nur ein Hund“ hörst, dann lächle, weil sie es „nur“ nicht verstehen. Wenn du in seine Augen blickst, lässt du all deine Ängste, Sorgen, Traurigkeit und Probleme zurück, denn Hunde geben uns die Flügel, die wir nicht haben und niemals haben werden.

           Richard Dehmel (1863-1920)

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