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Sonne auf der Haut, Ruhe genießen und aufatmen

Hier ist gerade landunter. Ein voller Terminkalender, Konzertvorbereitungen und und und… ein Unfall.
Ich beschwere mich nicht. Ich freue mich, dass alles einigermaßen glimpflich abgelaufen ist, es hätte viel schlimmer kommen können. Und schließlich habe ich nun zwei Wochen Zwangspause. Schwer zu ertragen, aber sicherlich nötig.
Eine Zeit, in der ich alles mache, wozu ich nicht mal im Urlaub komme, denn ich bin jetzt ja mehr oder weniger ans Haus gebunden. Lesen, Musik hören, mit dem Hund kuscheln, Lieblingsserien schauen, viel ausruhen und in alten Urlaubsbildern stöbern.
Genau das mache ich übrigens immer gerne, wenn ich ab und an mal eine Pause vom Alltag brauche. Das Tolle an Urlaubsfotos und Erinnerungen ist ja, dass sie nicht schlecht werden und man sie sich nach Jahren noch anschauen und daran erfreuen kann. Was andere vielleicht wehmütig macht, weil ihnen klar wird, dass der nächste Urlaub noch lang hin ist, macht mich total glücklich und verfrachtet mich nullkommanix in eine andere Zeit und Umgebung. In diesem Fall ist das die herbstliche Mittagssonne und die unglaubliche Stille des Losers. Dort oben kann man die Seele baumeln lassen und aufatmen.

Und weil sich der Herbst hier auch gerade von seiner allerschönsten Seite zeigt, nehme ich alle mit in den österrreichischen Herbst eines Vorjahres.

Das erste Bild ist am Traunsee entstanden. Wir wussten noch nicht genau, wie wir den Tag gestalten wollten und machten als erstes am frühen Morgen Halt am See, um dann weiter zum Rindbachwasserfall zu fahren. Ich war noch nie zuvor dort.

Fische fangen im Rindbach

 

Ausgangspunkt für die leichte Wanderung war ein Schotterparkplatz in Rindbach. Von dort geht man eine zeitlang immer am Bach entlang, bis man über Stiegen und Brücken hinauf zum Wasserfall gelangt. Wasserfälle gehören eigentlich zu meinen Lieblingsmotiven; ich mag es sehr, wenn das Wasser spektakulär herunterstürzt. Leider konnte ich das am Rindbachwasserfall nicht vernünftig einfangen, weil man sich dafür hätte mitten ins Wasser stellen müssen. Ich bin zwar nicht wasserscheu, aber meine Kamera hatte zu dem Zeitpunkt ihr Seepferdchen noch nicht 😉 .
An jedem anderen Standort wurde das favorisierte Motiv von Büschen und Bäumen verdeckt. Also gibt es vom Rindbachwasserfall nur Ausschnitte.

Rindbachwasserfall

 

Da wir uns dort nicht sehr lange aufhielten, fuhren wir noch weiter, ohne ein genaues Ziel vor Augen zu haben. Über Bad Ischl, Bad Goisern und den Pötschenpass gelangten wir nach Bad Aussee. Von dort hinauf über die Loser-Panoramastraße zum Ausgangspunkt für eine Loserwanderung.

Kaiserstadt Bad Ischl

 

Wenn man einen Tag mit guter Fernsicht erwischt ist der Loser ein wirklich toller Aussichtsberg. Man sieht viele markante Erhebungen des Toten Gebirges, hat Aussicht auf die niederen Tauern, das glänzende, immer schneebedeckte Dachsteinmassiv und das Salzkammergut.

Tiefblick vom Loser auf den Ausseer See

 

Die Chronik des Losers vermerkt den Besuch vieler Persönlichkeiten, darunter auch „Sissi“, der „Kaiserin wider Willen“. Sie hat dem Berg in ihen Tagebüchern sogar ein Gedicht gewidmet, so sehr hat sie Natur und Aussicht damals genießen können. Wer es weniger mit der Nostalgie hält, dem seien die Mehlspeisen dort oben wärmstens empfohlen. Sie sind köstlich und rechtfertigen allein schon den Besuch der Loserhütte.

Bergblümchen fotografieren

 

Augstsee auf dem Loser

 

Ich hoffe, ich kann bald wieder mit meiner Kamera losziehen! Heute überbrücke ich und grüße mit eingewecktem Digitalen.

Eure Christiane

 

 

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