Augenblicke Fotoeintopf

Alle Jahre wieder…. Ein Jahresrückblick

Und schon wieder ist ein Jahr vorüber. Ein Jahr, in dem in meinem Leben viel passiert ist. Viel Kräftezehrendes, aber durchweg Positives. Alle Ängste, alle Zweifel unbegründet; wertvolle Zeit habe ich mit endlosem Kopfkino „vertrödelt“. Eine Erfahrung, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Und es gab viele nette Bekanntschaften, Freundschaften, die sich entwickelten!

Hier auf dem Blog ist eher weniger passiert. Nicht, dass ich nicht – zumindest in der zweiten Jahreshälfte – einiges fotografiert hätte. Im Gegenteil, es gab einige Anfragen an uns (Steffi war jedesmal mit von der Partie). Das hat uns einerseits sehr gefreut, denn immer wenn solch eine Bitte nach Fotos kommt ist das auch eine Bestätigung, dass unsere Bilder Gefallen finden und das ist für mich wie ein Geschenk! Andererseits hat es uns auch ganz schön unter Druck gesetzt, denn man möchte natürlich niemanden enttäuschen.

Anfang des Jahres galt es, ein geeignetes Foto für ein Plakat unserer Musikschul – Musicalaufführung aufzunehmen. „Die Schöne und das Biest“ sollten in möglichst passender Location werbewirksam aufs Foto und danach aufs Plakat.
Bei klirrender Kälte trafen wir uns hierfür am Hausberger (Porta Westfalica) Standesamt, dessen alte Mauern zumindest ein wenig an ein Schloss oder Verlies erinnern.


Dann stand im Juni die Bilddokumentation der Taufe meiner Großnichte an. Was für eine Verantwortung, dachte ich mir: möglichst unauffällig, am besten unsichtbar immer am Ort des Geschehens sein (das ist überhaupt nicht meins) und nichts Wichtiges übersehen; bei einer Hochzeit, Taufe, etc. ist übrigens eigentlich ALLES wichtig und man sollte seine Augen am besten überall haben.
Die Kirche in einer anderen Stadt und …. wir kannten sie nicht. Das trug bei uns nicht gerade zur „Beruhigung“ bei. Da wir zu zweit waren machten wir einen Schlachtplan; jeder „bewaffnete“ sich mit unterschiedlichen Objektiven und wir nahmen uns vor, von unterschiedlichen Standorten (wenn möglich) zu fotografieren. Das hat tatsächlich ganz gut geklappt. Aber das Wichtigste: es hat Spass gemacht!

Schwestern
Schwestern
Olga, der Sonnenschein der Praxis

Meine Physiotherapeutin Joana fragte mich vor ein paar Wochen, ob wir für eine Fotowand in ihrer Praxis ein paar Bilder aller ihrer acht Mitarbeiter machen könnten. „Die Fotos sollen uns zeigen, wie wir sind, jeden einzelnen, ganz individuell. Keine Fotos mit verschränkten Armen vor weißer Wand, nix steifes, sondern dynamisch, fröhlich, bewegt…..“.
„Äähhhm…. ja, huhu Joana…., wir sind keine Fotografinnen; ich weiß gar nicht wie ich Menschen, die ich z.T. gar nicht kenne fotografieren soll, ohne, dass sie stocksteif aussehen….. wie bringe ich sie dazu vor der Kamera ungezwungen und locker zu sein?? Und … schau mal, das Licht: kein Tageslicht, stattdessen kaltes Neonlicht, das maximal einen Mittelscheitel von oben excellent ausleuchtet“ das alles schoss mir sofort durch den Kopf und obwohl ich zum Zeitpunkt ihrer Frage gerade lag, wäre ich vor Schreck fast von der Liege gefallen.
Aber natürlich habe ich zugesagt. Erstens liebe ich Herausforderungen, zweitens unterstützt mich diese Praxis, oder besser gesagt Joana, seit über einem Jahr so intensiv und effektiv – von den ersten wackeligen Schritten an Gehilfen, bis zur Königsdisziplin „Treppensteigen ohne Krücken“ – , dass ich ihr keinen Wunsch abgeschlagen hätte ! Und überhaupt, versuchen kann man es ja mal, dachte ich mir.

Und was soll ich sagen, das Shooting hat letztlich allen Beteiligten richtig viel Spaß gemacht! Alle Therapeuten hatten eines gemeinsam: ein grünes Poloshirt und beim Betreten des zum Fotostudio umfunktionierten Physioraums den gleichen fragenden „was soll ich denn jetzt machen, ich bin kein Fotomodel – Blick“. Erwidert durch unseren „wir sind keine Fotografinnen, ihr müsst euch bitte selber was einfallen lassen – Blick“ bekam das Ganze dann etwas durchaus „komisches“.

verstehen sich nicht nur beruflich gut……. : Joana und Marco
sympatisch und einfühlsam, Julia in Aktion
Martin und „Mr. Bones“, ein starkes Team 😉
Marina und…..
….Amy! Die guten Seelen der Praxis

Familienfoto
Spiegelungen
Physiotherapie mit Herz!

Was habe ich für Erfahrungen gemacht?

Zunächst mal, dass es sich um ein tolles Team handelt; alle sind super sympathisch und empathisch! Aber das wusste ich vorher schon……. 🙂
Unser Ziel war es, trotz steriler Praxisatmosphäre und kaltem Licht Emotionen festzuhalten. Das kann besonders schwierig sein, wenn Menschen wissen, dass sie fotografiert werden. Ungeplante Aufnahmen sind da viel leichter, ehrlicher. Dennoch kann das auch bei gestellten Fotos gelingen, wenn es irgendwie funktioniert, eine gemeinsame Ebene miteinander zu bekommen. Bei uns allen war es die anfängliche Unsicherheit, die uns zusammenschweißte. Die Herausforderung war, Vertrauen aufzubauen, damit sich alle Beteiligten sicher fühlen und somit ein gutes Miteinander entsteht.
Eine Erfahrung, die sich übrigens auch auf manch anderen Lebensbereich übertragen lässt: immer auf Augenhöhe bleiben!

Und was war sonst so?

Es macht mir nach wie vor Freude vor der eigenen Haustür zu fotografieren. Gerade im Herbst ändern sich die Wetter- und Lichtstimmungen manchmal rasant. Zwischen den ersten beiden und den darauf folgenden drei Aufnahmen liegen genau sieben Tage.

Herbstwald
Blick nach oben

Winterlich
Distel mit Cocktailrand
Gefrorener Nebel

Ende November; dramatischer Himmel über Möllbergen
…. und 5 Minuten später

Und dann sind da natürlich noch meine beiden Lieblingsmotive ❣

Cookie
Emma

Ich bin gespannt, was das nächste Jahr für mich fotografisch bereit hält. Zumindest der Sommerurlaub ist schon geplant. Und der wird diesesmal ganz anders als in den letzten beiden Jahren; aber das wird noch nicht verraten 😉


Allen Freunden meines Blogs wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2020!

Alles Liebe
eure Christiane

8 Comments

  • Reply
    Marion
    Dezember 27, 2019 at 13:08

    Hallo liebe Christiane,

    wie schön, dass du wieder da bist!
    Fotografiert du noch mit deiner Fuji oder gibt es etwas Neues? Bei mir ist kürzlich eine XE1 eingezogen, ein Erbstück, aber vollkommen in Ordnung. Viele liebe Grüße und entspannte Tage….. Weihnachten gab es sicher viel Arbeit?!
    Marion

    • Reply
      Christiane Pesendorfer
      Dezember 28, 2019 at 12:32

      Liebe Marion,

      ich fotografiere immernoch sehr gerne mit meiner XT2. Die E1 hatte ich schon lange nicht mehr in der Hand, obwohl sie für mich viel „schicker“ war als die jetzige: kleiner und total retro. Du wirst viel Freude daran haben 🙂

      Weihnachten, besonders die Vorweihnachtszeit ist immer arbeitsreich, das stimmt. Aber auch mit die schönste Zeit im Jahr!

      Viele liebe Grüße
      Christiane

  • Reply
    Regine
    Dezember 23, 2019 at 11:31

    Liebe Christiane,

    Erst einmal ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr für dich!
    Ich mag deine Bilder, deine Beiträge, auch wenn ich nicht immer kommentiere.
    Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit dir!

    Herzliche Grüße …. Regine

    • Reply
      Christiane Pesendorfer
      Dezember 23, 2019 at 17:37

      Ich danke dir für den lieben Kommentar und wünsche Dir ganz viel Freude für die kommenden Tage!

      Liebe Grüße
      Christiane

  • Reply
    Kai
    Dezember 22, 2019 at 19:02

    Liebe Christiane.
    ich hatte schon Sorge, Du würdest hier sang- und klanglos verschwinden.
    Aber schön, dass es anders ist.
    An Jahresrückblick habe ich noch gar nicht gedacht, irgendwie mag ich so was für mich auch nicht. Aber zwei Themen in diesem Jahr waren sicherlich unsere Drei-Monats-Tour durch Skandinavien und leider zur Zeit die Sorge um meine Schwester mit ihrer Familie in Sydney. Sie kochen förmlich, schreibt sie mir. Seit Wochen atmen sie nur noch Rauch, Lüften können sie so gut wie gar nicht mehr. Auch nachts kühlt es nicht mehr ab.Freunde haben schon ihre Farm verloren.
    Lange hat sie in Afrika gearbeitet, aber so etwas noch nie erlebt.
    Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung und ein tolles Weihnachtsfest. Und vielleicht sogar ein knallfreies Sylvester.
    Lieber Gruß von Kai

    • Reply
      Christiane Pesendorfer
      Dezember 22, 2019 at 23:51

      Lieber Kai,

      der Ausnahmezustand in Sydney nimmt ganz verheerende Formen an. Es ist furchtbar, dass auch Deine Schwester und ihre Familie davon betroffen ist und dass die kommenden Tage sicherlich von großer Sorge überschattet sind.

      Für mich ist dieses Weihnachtsfest seit 5 Jahren das erste Mal nicht mit Krankheit, Tod und Sorgen verbunden und ich bin wirklich sehr dankbar dafür.

      Diesen Blog würde ich nicht einfach so schließen, manchmal gibt es aber leider längere Pausen. Aber das wird sich hoffentlich auch bald wieder ändern !

      Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest und Gottes reichen Segen!

      Liebe Grüße
      Christiane

  • Reply
    Julia Arthur
    Dezember 22, 2019 at 13:25

    Tolle Worte! Mir sind direkt ein paar Tränchen gekommen, bei den Zeilen über unsere Praxis… Es hat uns auch sehr viel Spaß mit euch gemacht!
    Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    • Reply
      Christiane Pesendorfer
      Dezember 22, 2019 at 14:25

      Vielen Dank Julia!
      Freue mich über Deine lieben Worte!
      Dir auch ein paar schöne Feier- und freie Tage,
      liebe Grüße
      Christiane

Leave a Reply